Sprachförderung

Seit 01. Mai 2009 besteht an der Grundschule Nordhausen das Angebot der außerunterrichtlichen Sprachförderung. Dieses wurde auf  Initiative der Schulleitung eingeführt, die einen grundsätzlichen und dauerhaften Förderbedarf für die Klassenstufen 1 bis 4 sieht. Gefördert werden Kinder mit Migrationshintergrund, möglich ist zudem die Teilnahme von Kindern mit Bedarf an ergänzender Sprachförderung. Seit Beginn der Sprachförderung wurde an der Grundschule Nordhausen eine Gruppen mit jeweils maximal acht Schülern und zwei Wochenstunden eingerichtet. Die meisten Teilnehmer waren bisher und sind aktuell Kinder mit Migrationshintergrund mit Deutsch als Zweitsprache. Die Stunden, in denen die Sprachförderung erfolgt, finden in Anlehnung an den jeweils gültigen Stundenplan in den Räumen der Schule statt.

Träger der Sprachförderung an der Grundschule Nordhausen ist die Gemeinde Nordheim und wird von der L-Bank bezuschusst. Gestaltet wird der Unterricht entsprechend der Förderrichtlinien des Kultusministeriums und am tatsächlichen individuellen Bedarf eines jeden teilnehmenden Kindes. Dies bedeutet sowohl die Vermittlung von deutschen Sprachkenntnissen als auch die Integration in die deutsche Kultur und in das deutsche Bildungssystem. Die Sprachförderung schließt dabei jedoch keine Nachhilfe ein und dient nicht der Prüfungsvorbereitung. Die lernpädagogische Ausgestaltung der Sprachförderung erfolgt in enger Absprache mit der Schule, der auch die Zuweisung von Schülern mit Förderbedarf obliegt.

Ziel der Sprachförderung an der Grundschule Nordhausen ist, dass die teilnehmen Schülerinnen und Schüler die deutsche Sprache soweit beherrschen, dass sie den Lehrervortrag verstehen, dem Unterrichtsgespräch folgen und an diesem aktiv und sachgerecht teilnehmen können. Darüber hinaus sollen schriftliche Arbeiten in verständlicher und weitgehend richtiger Form angefertigt werden können. Die in der Sprachförderung hierfür eingesetzten Materialien und Maßnahmen wurden speziell auf den Erwerb von Deutsch als Zweitsprache entwickelt und fördern entsprechend des individuell festgestellten Sprachstandes das Hörverständnis, die Sprechfertigkeit, das Leseverständnis sowie die Schreibfertigkeit eines jeden Schülers. Entwickelt werden können hierüber der Wortschatz, Strukturen der Grammatik sowie die Rechtschreibung und der für alle Unterrichtsfächer notwendige Fachwortschatz. Die Gewichtung liegt vorrangig auf der Entwicklung des Hörverständnisses und des Sprechens, so dass diesen beiden Kompetenzen im Sprachförder-Unterricht mehr Zeit gewidmet wird.